Entdecke Yap
(C) Daniel Brinckmann
Steingeld findet man überall auf Yap
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Tradition wird auf Yap großgeschrieben
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Mangrovenwälder
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Manta Hotspot Yap

Yap ist einer von vier Bundesstaaten innerhalb der Föderierten Staaten von Mikronesien. Rund 2.000 Kilometer südöstlich der Philippinen und neun Grad nördlich des Äquators gelegen, bündelt Yap die Vorzüge eines tropischen Archipels mit dem Artenreichtum kontinentaler Gewässer. Die Hauptinsel Yap Proper wird von einer flachen Lagune eingerahmt und an der Außenseite von einem fast 150 Kilometer langen Saumriff vor den Wellen des Pazifiks geschützt. Nährstoffreiche Kanäle lassen ständig frisches Wasser in die Lagune einströmen und dienen so den berühmten Mantas von Yap als Futterplatz. Von der Hauptinsel aus können über Brücken zwei benachbarte Inseln, Map und Tomil-Gagil, erreicht werden. Der berüchtigte „Inselkoller“ ist auf Yap ein Fremdwort – schon die Hauptinsel misst von Nord nach Süd mehr als fünfzehn Kilometer. Im überschaubaren Hauptstädtchen Colonia ist sogar ein kleiner Einkaufsbummel möglich.

Lange bevor Yap für seinen großen Bestand an Mantarochen bekannt wurde, wurden die Inseln als Land des Steingeldes bezeichnet. Noch heute sind die bis zu dreieinhalb Meter großen Steinscheiben als Zahlungsmittel bei symbolischen Geschäften nicht wegzudenken. In Yap ist die althergebrachte Kultur so lebendig geblieben wie kaum anderswo in Mikronesien. Den Einheimischen liegt ihre angestammte Lebensweise sehr am Herzen, und wie eh und je werden Traditionen und Bräuche von den Älteren an die Kinder weitergegeben. Yapesische Kinder lernen und zelebrieren die Geschichte ihres Volkes in Tänzen, die nach Absprache auch von Gästen der Hotels und Resorts besucht werden können. Jedes Dorf besitzt ein Männerhaus aus Holz und Bambus, in dem Gäste aus anderen Dörfern die Nacht verbringen. Allabendlich treffen sich die Männer des Dorfes in diesem Haus um Geschichten zu erzählen und ihren Kindern die Künste des Fischens, Segelns und Handwerks näher zu bringen.

Abwechslungsreich Tauchen

Yap ist weltbekannt für seine große Population ortstreuer Mantas. Während der Paarungszeit im Winter (Dezember bis später April) kreuzen die Tiere zu Dutzenden im Mi'l Channel. Außerdem sind über die Jahre Putzerstationen entdeckt worden, die eine Begegnung mit den Tieren sehr wahrscheinlich machen. Vor der Ostseite der Insel erstrecken sich reiche, von El Niño verschonte Steinkorallengärten, während die Westseite an vielen Stellen in Drop Offs in die Tiefe stürzt. Mehr als 200 verschiedene Korallenarten, Buffelkopfpapageienfische, Schildkröten, Adlerrochen, Stachelrochen und Barrakudas bevölkern die Riffe.

Nicht nur bei den regelmäßigen, kontrolliert ablaufenden Haifütterungen, sondern auch an Spots wie Yap Caverns und Vertigo sind zehn bis zwanzig Grauhaie pro Tauchgang nicht ungewöhnlich. Praktisch immer sind Graue Riffhaie, Schwarzspitzen- und Weißspitzenriffhaie zugegen, seltener sind Zebra-, Ammen- und Hammerhaie. Im Makrobereich gibt es Mandarinfische (gezielte Tauchgänge), Mantis Shrimps, Geisterfetzenfische und Anglerfische, ebenso wie Feuergrundeln und bislang unbestimmte Nacktschnecken. Die Sichtweiten liegen üblicherweise zwischen 30 und 50 Metern, nur an den Manta-Plätzen in den Riffkanälen sinkt die Sichtweite gelegentlich auf 15 Meter herab.

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