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Bahamas

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© Erich RitterFlamingos auf den BahamasEndlose weiße Sandstrände, gesäumt von einzelnen Palmen und ein türkisblaues Meer – die Bahamas sind der Inbegriff aller Karibikträume. Kein Wunder, schließlich besteht der kleine Inselstaat südlich von Florida aus über 700 Inseln und mehr als 2 400 Korallenriffen, den so genannten „Cays“. Wovon nur 30 Inseln überhaupt bewohnt sind. Wobei sich die Zählung schwierig gestaltet, denn häufig sind zwei Inseln oder Atolle nur durch eine Flachwasserzone getrennt. Diesem Umstand verdankt das Traumparadies auch seinen Namen. Die spanischen Eroberer nannten diese extrem flachen Meerengen „Baja Mar“, was übersetzt „flaches Meer“ bedeutet. Diese treffende Bezeichnung wurde im Lauf der Jahrhunderte zu Bahamas.

© Cape Santa Maria Beach ResortTauchen auf Long Island, BahamasApropos spanische Konquistadoren: Der erste Tourist auf den Bahamas war übrigens kein geringerer als Christoph Kolumbus, als er auf dem vermeintlichen Seeweg nach Indien einen neuen Kontingent entdeckte. Auf die Frage, auf welcher Insel er zuerst an Land ging, bekommt man unterschiedliche Antworten. Es hängt davon ab, wen man auf welcher Insel fragt. Allerdings dauerte die spanische Vorherrschaft nur bis 1717, danach wurden die Bahamas Teil des Britischen Empires bevor der Inselstaat 1973 unabhängig wurde. Noch heute sind die Bahamas Teil des Commonwealth of Nations und locken jedes Jahr zahlreiche Touristen an. Kein Wunder bei den Wetterverhältnissen: Im Sommer liegt die Durchschnittstemperatur bei zirka 28 Grad Celsius und selbst im Winter lässt der Golfstrom die Temperatur kaum unter 20 Grad Celsius fallen. Ebenfalls dem Golfstrom sind die tropischen Wassertemperaturen zwischen 24 und 29 Grad Celsius zu verdanken.

© Lisa F. Young - fotoliaGesichter der BahamasGeographisch erstrecken sich die Bahamas von der Südostküste der USA entlang der Nordküste Kubas bis zu den Turks- & Caicosinseln. Damit erreichen die Inseln eine Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 650 Kilometern und eine Ost-West-Breite von bis zu 750 Kilometer. Dieses Gebiet umfasst mehr als 1000 Quadratkilometer Wasserfläche mit fantastischen Riffen, historischen Wracks und zahlreichen Großfischen. Die Bahamas werden in drei Gebiete aufgeteilt: In die beiden größten und am dichtesten besiedelten Inseln New Providence und Grand Bahama sowie die restlichen Inseln, die Outer Islands (oder Family Islands).

Tauchen auf den Bahamas

© Carib DancerTauchen auf den BahamasEin kleines Zahlenspiel: Mehr als fünf Prozent der gesamten Korallenpopulation der Erde findet man im Gebiet der Bahamas. Ein großer Teil der Wasserfläche ist maximal acht Meter tief, dazu jede Menge Sonnenlicht und eine Wassertemperatur zwischen 24 und 29 Grad Celsius. Hinzu kommen Sichtweiten von bis zu 50 Metern. Exzellente Verhältnisse nicht nur für Taucher, sondern auch für das Wachstum von tropischen Riffen, die hier an manchen Stellen unvermittelt in steile Drop-Offs übergehen. Hier fällt der Grund dann schon einmal mehrere Tausende Meter ab. Diese extrem artenreichen Ökosysteme sind zum Teil durchzogen von Höhlen und Durchgängen. Nicht zu vergessen das weltberühmte Dean’s-Blue-Hole. So manches Schiff hat im Laufe der letzten Jahrhunderte Bekanntschaft mit den scharfkantigen Riffen gemacht, was wiederum Wracktaucher-Herzen höher schlagen lässt. Hinzu kommt, dass der vorbei fließende Golfstrom nicht nur verantwortlich für eine konstante Wassertemperatur ist, ihm folgen auch zahlreiche Großfische wie Haie, Delfine, Walhaie und Buckelwale.

© Small Hope Bay LodgeTauchreise auf die BahamasDie taucherischen Highlights befinden sich im südlichen Teil der Bahamas. Diese Region ist allerdings nur mit einem Safariboot zu erreichen. Hier findet man fast alles: Steilwände, Großfische und kleine Critter zwischen großen Korallen. Einige der beliebtesten Ziele:

Conception Island
Das gerade mal 8,5 Quadratkilometer kleine Eiland 15 Kilometer nordöstlich von Long Island ist unbewohnt und bekannt als Nistplatz zahlreicher Seevögel und als Eiablageplatz für Grüne Meeresschildkröten. Am nördlichen Ende schließt sich ein über sechs Kilometer langes Riff an. Neben zahlreichen Rifffischen findet man hier auch Hammerhaie und Zackenbarsche sowie Meeresschildkröten.

© Small Hope Bay LodgeTauchsafari auf den BahamasSan Salvador
In den meisten Geschichtsbüchern die erste Insel, die Christoph Kolumbus betreten hat. Die Insel ist nur die Spitze eines erloschenen Vulkans, was fantastische Steilwandtauchgänge bedeutet. Die Westküste bricht in einer einzigen Wand von knapp 15 Metern hinab bis auf einige hundert Meter in die Tiefe. Dies ist das Jagdrevier von Hammerhaien. Also lohnt es sich, ab und zu einen Blick vom farbenfrohen Riff ins Blauwasser zu werfen. Insgesamt wurden hier über 20 Tauchplätze mit Bojen markiert. Dazu gehören bekannte Spots wie das U-förmige Riff am „Great Cut“, die Höhlen und Gänge von „Double Cave“ und „Vicky’s Reef“. Letzteres ist Lebensraum großer Korallen und Schwämme sowie der Whip Coral Shrimp. Einem Critter, der sonst nur im indo-pazifischen Raum gefunden wird.

© small Hope Bay LodgeTauchkreuzfahrt auf den BahamasRum Cay Area
Die kleine Insel südwestlich von San Salvador bietet Tauchern unzählige Möglichkeiten für ausgedehnte Tauchgänge. An vielen Spots findet man hier zwischen den Korallenblöcken auch große Kalksteine, die mit großen Schwämmen und Korallen bewachsen sind. Dazwischen tummelt sich eine unglaubliche Vielzahl an Riffbewohnern. Neben diesen flachen Spots bietet die Rum Cay Area schöne Steilwandtauchgänge und so manches Wrack.

Mayaguana
Mayaguana ist die östlichste Insel der Bahamas. In der Umgebung findet man die unberührtesten und intaktesten Korallenriffe der gesamten Bahamas. Die Flachbereiche sind beliebte Kinderstube für alle Arten. Dank der planktonreichen Strömung des vorbei fließenden Golfstroms nutzen auch große Raubfische dieses Gebiet als Jagdrevier. Alles in allem findet man hier die wohl größte Populationsdichte in der gesamten Karibik.

Samana Cays Area
Eine noch relativ unbekannte Gegend für Taucher. Hier gibt es große, mit Korallenblöcken durchsetzte Sandflächen, aber auch tiefe Abbruchkanten. Eine lange Reihe von Korallenblöcken soll sich zwischen Plana und Samana Cays über den sandigen Untergrund ziehen. Viele Durchbrüche und kleine Höhlen bieten Abwechslung.

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