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Dominica

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© Gail Frederick CC BY 2.0Die Hauptstadt RoseauDominica ist ein karibischer Inselstaat in den Kleinen Antillen, der zwischen Guadeloupe im Norden und Martinique im Süden liegt. Die Insel ist ca. 46 km lang und 25 km breit und wird von knapp 75.000 Einwohnern bewohnt. Die Hauptstadt Dominicas ist Roseau im Südwesten der Insel mit ca. 16.000 Einwohnern. Neben der Amtssprache Englisch wird auf Dominica weitverbreitet auch die Umgangssprache Patwa gesprochen, das sog. Antillen-Kreolisch. Das Klima ist tropisch und bei den häufig wehenden nordöstlichen Winden angenehm gemäßigt. Die Hurrikan Saison ist in den Monaten August und September und die beste Reisezeit ist in der Trockensaison, von Januar bis Juni. Die Wirtschaft Dominicas ist stark vom Handel mit Bananen abhängig, wobei bereits seit Jahren Bemühungen unternommen werden, mit dem Tourismus ein zweites Standbein zu schaffen. Erschwert wird dies durch die Tatsache, dass es kaum Sandstrände gibt (Ausnahme an der Westküste) und durch das Fehlen eines internationalen Flughafens. Die Anreise mit dem Flugzeug erfolgt daher via Puerto Rico, Antigua, Barbados, Guadeloupe, Martinique oder St. Maarten, während zwischen Dominica und Martinique/Guadeloupe auch ein schneller Katamaran verkehrt, dessen Fahrplan jedoch stark wetterabhängig ist.

© Chris Favero CC BY-SA 2.0Üppiger Regenwald auf DominicaDominica wurde 1493 von Kolumbus auf seiner zweiten Reise an einem Sonntag („Dominica“ auf Latein) entdeckt und hat eine recht bewegte Geschichte. Aufgrund des starken Wiederstands der Ureinwohner war Dominica die letzte von Europäern kolonialisierte Insel, auch wenn sie schließlich über 250 Jahre lang unter französische und vor allem britische Kolonialherrschaft fiel. Die Unabhängigkeit von Großbritannien wurde 1978 erlangt.
Ein herausragendes Merkmal auf Dominica ist die besonders üppige und artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Die Insel ist deshalb auch als „The Nature Island“ bekannt. Hohe Berge vulkanischen Ursprungs, über 300 Flüsse und Bäche sowie eine ganze Reihe von Seen bestimmen das Landschaftsbild auf Dominica. Der Nationalpark „Morne Trois Pitons“ wurde bereits 1997 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Entsprechend ist auch die Unterwasserwelt geologisch geprägt: Steilwände, spektakuläre Canyons, Heißwasser- und Dampfquellen bieten einen herrlichen Kontrast mit der artenreichen Fischwelt, die sich an intakten Korallenriffen tummelt. Ein Reiseziel, bei dem sowohl Taucher als auch Nicht-Taucher auf ihre Kosten kommen.

Und wer würde nicht schon gerne einmal etwas Einblick in eine Gesellschaft der Langlebigkeit bekommen. Auf Dominica leben nämlich ungewöhnlich viele Zentenare, also Menschen die älter als 100 Jahre alt sind. Es sind pro Kopf fast viermal so viele wie in Deutschland!

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