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Jordanien

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© Beluga ReisenDas "Kloster" in PetraDas Haschemitische Königreich Jordanien ist ein Staat in Vorderasien, der geographisch und strategisch am Kreuzweg von Europa, Afrika und Asien liegt. Jordanien grenzt an fünf Länder und hat eine sehr bewegte Geschichte. Funde belegen, dass die Gegend bereits in der Altsteinzeit besiedelt war. Das Königreich der Nabatäer, ein Verbund antiker nordwestarabischer Nomadenstämme, ist weltberühmt, denn diese Stämme ließen sich in der Gegend von Petra nieder und hinterließen der Welt die einmaligen Felsengräber mit den in Stein gemeißelten Palastfassaden. Bereits 1985 wurde Petra in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen und zählt sicherlich zu den berühmtesten antiken Stätten der Welt. Aber auch die jahrhundertlange Römische Herrschaft hat mit der antiken Stadt Jerash ein bedeutendes Kulturdenkmal hinterlassen. Die Taufstelle Jesu am Jordan, der Berg Nebu mit den filigranen Mosaiken oder die Überreste der Aqaba Kirche, die als älteste zweckgebaute Kirche der Welt gilt, sind Zeugen der biblischen und frühchristlichen Vergangenheit dieser geschichtsträchtigen Region des Nahen Ostens. Zahlreiche Ruinen von Kreuzritterburgen sind von Norden nach Süden über das Jordantal verstreut, darunter Kerak und Showbak, die am besten erhalten sind, während die Burg von Ajloun, die von Saladin zur Abwehr von Kreuzfahrerfeldzügen genutzt wurde, von der islamischen Epoche zeugt.

© Kyle TaylorDas Wadi RumSo einmalig das kulturhistorische Vermächtnis Jordaniens ist, so faszinierend ist auch die Natur des Landes. Das Tote Meer liegt knapp 430 Meter unter dem Meeresspiegel und hat ein ca. zehnmal höheres Salzgehalt als etwa das Mittelmeer. Sich auf dem Wasser schwimmend fortzubewegen ist ein schier unmögliches Unterfangen und ein bleibendes Erlebnis. Ganz in der Nähe befindet sich das touristisch wenig bekannte Wadi Mujib, in dem man ganz hervorragend und für alle Erfahrungsstufen zum Canyoning kann. Das Wadi wurde 2011 von der UNESC O zum Biosphären Reservat erklärt. Auch das Dana Biosphären Reservat nördlich von Petra ist wenig bekannt und vom Massentourismus völlig verschont. Eine breite Schlucht erstreckt sich auf einer Höhe von ca. 1.500 Metern über vier Klimazonen hinunter zur Wüste des Wadi Araba. Ein Trekking und Wanderparadies mit über 800 Pflanzen- und 450 Tierarten. Das bekannteste Naturspektakel Jordaniens ist wohl das Wadi Rum nordöstlich von Aqaba. Die rötliche Wüste wurde bereits von prähistorischen Kulturen bevölkert und man sieht heute noch Zeichnungen der Nabatäer an Felswänden. Sie diente in mehreren Science Fiction Filmen als Kulisse und eine Nacht unter dem klaren Sternenhimmel in einem authentischen Beduinen-Camp ist sicherlich ein bleibendes Erlebnis.

© Sindbad WatersportsDer Tauchspot mit dem M60 PanzerAm südlichsten Zipfel von Jordanien liegt Aqaba, direkt am gleichnamigen Golf von Aqaba. Hier grenzen vier Länder fast aneinander und die rund 26 Kilometer lange jordanische Küste ist der einzige Zugang des Landes zum Meer. Wie bereits im Altertum, als sich die Handelswege zwischen Afrika, Asien und Europa hier kreuzten, ist Aqaba mit seinem Hafen auch heute ein wichtiges Handelszentrum. Zunehmend gewinnt aber auch der Tourismus an Bedeutung. Gerade auch der Tauchtourismus, denn seit 2004, dem Gründungsjahr des Aqaba Marineparks, ist jegliche kommerzielle Ausbeutung des Meeres entlang eines Großteils der Küste strengstens verboten. Die Riffe, die man heute als Taucher vorfindet sind gesund und von kunterbunten Fischen bevölkert. Über 300 Korallenarten, mehr als 500 Fischarten sowie Tausende von Molluskenarten bzw. wirbellosen Wassertieren sind im Marinepark zu Hause und bei hervorragenden Sichtweiten von bis zu 50 Metern sind die Riffe eine wahre Fundgrube für Taucher. Über 20 markierte Tauchspots sind im Marinepark betauchbar, fast alle auch von Land aus. Die taucherische Infrastruktur hat sicherlich noch viel Potential, jedoch verzeichnet der Tauchtourismus in den vergangenen Jahren stetige Wachstumsraten.

© Beluga ReisenDie König Abdullah Moschee in AmmanAls Reiseziel, das in ca. vier Stunden von Deutschland aus erreicht ist, bietet sich Jordanien für Taucher an, die die langen Flugzeiten zu den klassischen fernöstlichen Reisezielen scheuen. Besonders interessant ist das Land für Urlauber, die über das Tauchen hinaus auch gerne Kultur & Natur schnuppern möchten, denn Jordanien hat Einiges zu bieten. Es ist ein sicheres Land mit einer für die Region überdurchschnittlich gut ausgebildeten Gesellschaft, wo man mit Englisch sehr gut durchkommt. Die jordanische Küche hat viele Elemente der syrischen und libanesischen Küchen übernommen, die beide in der arabischen Welt als die besten gelten. Das Land zählt knapp 10 Millionen Einwohner, von denen ca. 4 Millionen in der Hauptstadt Amman leben. Das Klima weist, je nach Region, große Unterschiede auf: während es im Norden mit dem europäischen Mittelmeerraum vergleichbar ist, ist das Wetter in Aqaba eher ein Wüstenklima. Es ist dort das ganze Jahr über um die acht Grad wärmer wie in Amman und demnach ist Jordanien ein ganzjähriges Tauchreiseziel.

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