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Yap

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© Bill AckerLuftaufnahme YapYap ist einer von vier Bundesstaaten innerhalb der Föderierten Staaten von Mikronesien. Rund 2000 Kilometer südöstlich der Philippinen und neun Grad nördlich des Äquators gelegen, bündelt Yap die Vorzüge eines tropischen Archipels mit dem Artenreichtum kontinentaler Gewässer.
Die Hauptinsel, Yap Proper, wird von einer flachen Lagune eingerahmt, und an der Außenseite von einem fast 150 Kilometer langen Saumriff vor den Wellen des Pazifiks geschützt. Nährstoffreiche Kanäle lassen ständig frisches Wasser in die Lagune einströmen und dienen so den berühmten Mantas von Yap als Futterplatz. Von der Hauptinsel aus können über Brücken zwei benachbarte Inseln, Map und Tomil-Gagil, erreicht werden. Der berüchtigte „Inselkoller“ ist auf Yap ein Fremdwort – schon die Hauptinsel misst von Nord nach Süd mehr als fünfzehn Kilometer. Im überschaubaren Hauptstädtchen Colonia ist sogar ein kleiner Einkaufsbummel möglich.

© Bill AckerSteinreiches yapesisches KindLange bevor Yap für seinen großen Bestand an Mantarochen bekannt wurde (etwa 100 Tiere leben ständig um die Insel herum), wurden die Inseln als Land des Steingeldes bezeichnet. Noch heute sind die bis zu dreieinhalb Meter großen Steinscheiben als Zahlungsmittel bei symbolischen Geschäften nicht wegzudenken.
In Yap ist die althergebrachte Kultur so lebendig geblieben wie kaum anderswo in Mikronesien. Den Einheimischen liegt ihre angestammte Lebensweise sehr am Herzen, und wie eh und je werden Traditionen und Bräuche von den Älteren an die Kinder weitergegeben. Yapesische Kinder lernen und zelebrieren die Geschichte ihres Volkes in Tänzen, die nach Absprache auch von Gästen des Manta Ray Bay Hotels besucht werden können.
Jedes Dorf besitzt ein Männerhaus aus Holz und Bambus, in dem Gäste aus anderen Dörfern die Nacht verbringen. Allabendlich treffen sich die Männer des Dorfes in diesem Haus um Geschichten zu erzählen und ihren Kindern die Künste des Fischens, Segelns und Handwerks näher zu bringen.

© Bill AckerTauchen mit MantasYap ist weltbekannt für seine große Population ortstreuer Mantas. Während der Mating Season im Winter (Dezember bis später April) kreuzen die Tiere zu Dutzenden im Mi'l Channel. Außerdem sind über die Jahre Putzerstationen entdeckt worden, die eine Begegnung mit den Tieren sehr wahrscheinlich machen.
Vor der Ostseite der Insel erstrecken sich reiche, von El Niño verschonte Steinkorallengärten, während die Westseite an vielen Stellen in Drop Offs in die Tiefe stürzt. Mehr als 200 verschiedene Korallenarten, Buffelkopfpapageienfische, Schildkröten, Adlerrochen, Stachelrochen und Barrakudas bevölkern die Riffe.

© Bill AckerGrauer Riffhai Nicht nur bei den regelmäßigen, kontrolliert ablaufenden Haifütterungen, sondern auch an Spots wie Yap Caverns und Vertigo sind zehn bis zwanzig Grauhaie pro Tauchgang nicht ungewöhnlich. Praktisch immer sind Graue Riffhaie, Schwarzspitzen- und Weißspitzenriffhaie zugegen, seltener sind Zebra-, Ammen- und Hammerhaie. Im Makrobereich gibt es Mandarinfische (gezielte Tauchgänge), Mantis Shrimps, Geisterfetzenfische und Anglerfische, ebenso wie Feuergrundeln und bislang unbestimmte Nacktschnecken. Die Sichtweiten liegen üblicherweise zwischen 30 und 50 Metern, nur an den Manta-Plätzen in den Riffkanälen sinkt die Sichtweite gelegentlich auf 15 Meter herab.

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