Tauchexpeditionen auf der M/V Plancius

 

Oceanwide Expeditions

© Nav Logo Wir führen unsere Reisen in die Arktis in Zusammenarbeit mit Oceanwide Expeditions durch. Bereits im Jahr 1997 führten sie ihre erste Tauchexpedition nach Spitzbergen durch. Ziel war damals wie heute das Tauchen unter Eisbergen. Durch jahrelange Erfahrungen, ist Oceanwide Expeditions heute in der Lage, kombinierte Tauch- und Naturreisen, in die immer noch unerforschten Gewässer von Spitzbergen, auf qualitativ höchstem Niveau anzubieten.
Eine Tauchreise nach Spitzbergen wird immer Expeditionscharakter haben. Das Eis der Arktis ist in ständiger Bewegung. Obwohl alle Tauchplätze bestens bekannt sind, ist jeder Tauchgang ein Vorstoß ins Unbekannte. Wetterbedingungen beeinflussen die Tauchgänge genau so wie Eisbruch und Erderwärmung.

Tauchexpeditionen 2009

© PlanciusModelbild M/V PlanciusIm nächsten Jahr bieten wir eine Fahrt nach Spitzbergen an, auf der auch getaucht werden kann. Die übrigen Fahrten sind reine Naturreisen. Die Fahrt wird mit dem neusten Schiff von Oceanwide Expeditions durchgeführt.
Die M/V Plancius wurde 1976 als Forschungsschiff der Königlichen Niederländischen Marine in den Dienst gestellt. Bis 2004 war sie dort im Einsatz. Im Jahr 2006 wurde das Schiff von Oceanwide Expeditions gekauft und komplett umgebaut. Es hat die Eisbrecherklasse A 3, und ist bestens für die rauen Bedingungen des nördlichen Atlantiks geeignet. Insgesamt 30 Besatzungsmitglieder kümmern sich um das Wohl der Gäste. Alle Tauchplätze werden mit Zodiaks angefahren. Getaucht wird vorwiegen unter Eisschollen und Eisbergen. Es gibt aber auch Wracktauchgänge, sowie Tauchen in Kelpwäldern. Der Artenreichtum unter Wasser ist erstaunlich. Es gibt verschieden Tintenfische, Lobster, Spinnenkrabben, Anemonen und auch Seelöwen zu sehen.

Programm Tauchexpedition: Tag 1 - Anreise und Einschiffung

© R. van MeursFlug von Frankfurt nach Longyearbyen. Ankunft in Longyearbyen, dem Verwaltungszentrum Spitzbergens auf der größten Insel des Archipels, West-Spitzbergen. Vor dem Einschiffen besteht die Möglichkeit, sich die Siedlung anzusehen. Die Pfarrkirche und das Svalbard-Museum mit interessanten Ausstellungen zu Bergbauindustrie und Polargeschichte sind einen Besuch wert. Um Longyearbyen sind 100 verschiedene Pflanzenarten nachgewiesen worden. Am frühen Abend lichten wir den Anker und fahren durch den Isfjorden.

Tag 2 - Von Krossfjorden nach Ny Alesund

© Oceanwide ExpeditionsDickschnabellummenAuf der Fahrt nach Norden, entlang der Westküste Spitzbergens, kommen wir morgens im Krossfjorden an. Von hier aus brechen wir zu einer Zodiac-Rundfahrt entlang des spektakulären 14.-Juli-Gletschers auf. An den erstaunlich fruchtbaren Hängen nahe dem Gletscher, blühen eine Vielzahl an Pflanzen.
Hoch an den Felsen nisten Dreizehenmöwen und Dickschnabellummen in großer Zahl. Es bestehen gute Chancen, den  Polarfuchs zu sehen; er streicht oft am Fuß der Vogelkolonien entlang in der Hoffnung, einen hilflosen Jungvogel zu erwischen, der aus seinem Nest gefallen ist. Im landschaftlich schönen Fjord halten sich gewöhnlich einige Bartrobben auf.
Am Nachmittag führt uns die Reise nach Ny Ålesund, die nördlichste, permanent bewohnte Ortschaft der Erde. In der einstigen Bergbausiedlung fuhr früher die nördlichste Eisenbahn der Erde – die Lokomotive und einige Wage dieser Kohlebahn kann man noch immer dort bewundern. Ny Ålesund hat sich inzwischen in eine moderne Forschungsstation verwandelt. In unmittelbarer Nähe der Häuser finden sich Brutplätze von Weißwangen- und Kurzschnabelgänsen sowie von Küstenseeschwalben. Geschichtlich interessierte Besucher werden sicher auch gerne zum alten Ankermast spazieren wollen, an dem Amundsen und Nobile (mit der Norge, 1926) und Nobile (mit der Italia, 1928) ihre Luftschiffe auf dem Weg zum Nordpol festmachten.Taucher haben an diesem Tag Gelegenheit an 2 Tauchgängen teilzunehmen.

Tag 3 - Liefdefjorden

© R. van MeursEiskalte PauseSoweit es das Wetter zulässt, wollen wir heute zum Eingang des Liefdefjorden fahren und dort für eine Tundrawanderung auf der Insel Andøya an Land gehen. Eiderenten und Kurzschnabelgänse nisten hier, und auch die seltenere Prachteiderente läßt sich hin und wieder blicken. Mit etwas Glück können wir den Fjord befahren und an dessen Ende an der 5 km langen Front des Monacogletschers entlang kreuzen. Dreizehenmöwen zu Tausenden fischen hier an der Abbruchkante, und auf Reisen in vergangenen Jahren haben wir hier vor der mächtigen Geltscherkante oft Eisbären in fotografisch einmaliger Umgebung angetroffen. Es werden zwei Tauchgänge angeboten.

Tag 4 - Alkefjellet/Palanderbukta

© G. EhlmeWalrossHeute fahren wir in die Hinlopenstrasse ein, dem Verbreitungsgebiet von Bart- und Ringelrobben, Eisbären und Elfenbeinmöwen. Die Treibeisfelder vor der Lomfjordshalvøya befahren wir auf einer Zodiactour. Ziel ist das Alkefjellet, ein Vogelfelsen, auf dem Tausende von Dickschnabellummen in spektakulärer Umgebung nisten. Auf der Osteseite der Hinlopenstrasse erwartet uns die Palanderbukta auf Nordaustlandet. Hier leben Rentiere, Kurzschnabelgänse, Elfenbeinmöwen und Walrosse. es werden zwei tauchgänge angeboten.

Tag 5 - Phippsøya

© G. EhlmeTauchen am EisbergHeute werden wir den nördlichsten Punkt unserer Reise erreichen: die Phippsøya in den Siebeninseln, nördliche von Nordaustlandet gelegen. Unsere Position beträgt hier 81° nördliche Breite – die Entfernung zum geografischen Nordpol bloß noch 540 Meilen. Eisbären und Elfenbeinmöwen bewohnen diese nördlichsten Inseln. Bei optimalen Bedingungen verbringen wir einige unvergeßliche Stunden im Packeis, wo wir mit Glück u.a. eine Rosenmöwe entdeckten könnten. Danach heißt es: Kurs Süd. Tauchern bieten wir 2 Tauchgänge an.

Tag 6 – Ytre Norskoya

© BanfiTaucher mit ZodiakWir folgen unserem Weg zurück nach Westen, wobei wir den Raudfjord an der Nordküste Westspitzbergens besuchen. Spektakuläre Gletscher dominieren die wunderschöne Szenerie, und Ringel- und Bartrobben sind hier zu Hause.
Die steilen Bergflanken werden von Vogelkolonien belebt. An geschützten Stellen hat sich hier eine überraschend vielfältige Pflanzenwelt entwickelt. Später landen wir auf Ytre Norskøya, wo Gräber aus der Walfangzeit des 17. Jahrhunderts uns an das harte Leben jener Zeiten erinnern. Die Insel überrascht mit ihrer reichen Vogelwelt; es gibt leicht zugängliche Kolonien von Krabbentauchern, Gryllteisten, Dickschnabellummen, Papageitauchern und Skuas. Es werden 2 Tauchgänge für Taucher angeboten.

Tag 7 – Prinz Karls Forland

© R. van MeursDas Svalbard-RenWir landen an der Nordspitze von Prinz Karls Forland nahe Fuglehuken, wo Barents wahrscheinlich zum ersten Mal in Spitzbergen Land betrat. Seevögel nisten an den Klippen, und an den Küsten lebt die einzige Population von Seehunden in Spitzbergen. Auch historische Überreste aus der Zeit der Bärenjagd, wie etwa Selbstschussanlagen und Fallen, sind überall zu sehen. Am gegenüberliegenden Ufer des Forlandsundet, bei Sarstangen, befindet sich ein Ruheplatz von Walrossen. Als Alternative zu diesem Programm könnten wir auch weiter in den St. Johns Fjord oder noch südlicher zum Eingang des Isfjordes fahren und der Vogelkolonie bei Alkhornet einen Besuch abstatten. Hier nisten Seevögel an den Klippen, und Polarfüchse suchen den Fuß der Felswände nach herabgestürzten Jungvögeln und Eiern ab. Spitzbergen-Rentiere grasen auf den relativ saftigen Weiden. Es scheint, als ließen sie sich durch die Anwesenheit menschlicher Besucher nicht stören, dies stimmt aber nicht ganz. Die Antwort liegt beim Energiehaushalt dieser Tiere: Das Svalbard-Ren muss die harschen Winter überstehen, wenn die Temperaturen tief absinken und Nahrung kaum zu finden ist. Deshalb spart es Energie und flüchtet nur, wenn es unbedingt notwendig ist. Am Nachmittag fahren wir durch die eindrucksvolle Borebukta an einer durchgehenden Gletscherwand entlang, bevor wir die Fahrt nach Longyearbyen fortsetzen.Es werden 2 Tauchgänge für Taucher angeboten.

Tag 8 – Ausschiffung

Rückkehr nach Longyearbyen. Unsere Reise endet hier mit dem Transfer zum Flughafen und dem Rückflug über Oslo nach Hause.


Technische Daten

 
Länge:89 m
Breite:14,80 m
Geschwindigkeit:10 - 12 Knoten
Motoren:3 Diesel Motoren
Entsalzungsanlage:ja
Anzahl Kabinen:54
Betten:112
Handtücher:ja
Unterhaltung:Bar und Observationsdeck
Aufenthaltsraum:Speisesaal und diverse Aufenthaltsräume
Dusche/WC:in jeder Kabine
Besonderheiten:Eisbrecher Klasse 3 A
Kompressoren:ja
Nitrox:nein
Rettungsboote:für 150 Personen
Sauerstoff:ja


Preisliste

  Leistungen:  Flug mit Scandinavian Airlines von Deutschland nach Longyearbyen & retour, 1 Zwischenübernachtung in Longyearbyen, 7 oder 10 Übernachtungen an Bord in Doppelkabinen DU/WC, Verpflegung:  Vollpension, Kaffee, Tee, Snacks, Reiseprogramm wie beschrieben, alle Transfers, Taucher erhalten während der Ausfahrten ein eigenes Zodiak
Taucher zahlen für das Tauchpaket € 550,- pro Person.


Vom 13.06.2010 bis zum 21.06.2010
7 Nächte an Bord   4.169,00 € *
* Preis pro Person zzgl. Tax und Kerosin
Vom 07.07.2010 bis zum 18.07.2010
10 Nächte an Bord   5.619,00 € *
* Preis pro Person zzgl. Tax und Kerosin

Aufpreise / Zuschläge

  Tax und Kerosin ca. € 150,- (Änderungen vorbehalten)

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