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Santa Maria ist die südöstlichste Insel der Azoren und somit die am nächsten zu Portugal liegende. Vom internationalen Flughafen auf São Miguel ist Santa Maria in nur 20 Minuten Flugzeit zu erreichen. Mit 9,5 km Breite und 16,8 km Länge ist sie zwar eine der kleinsten Inseln des Archipels, aber die älteste. Sie wurde bereits im Jahre 1427 entdeckt und seither besiedelt. Relikte aus vergangenen Tagen, wie die weißen Schornsteine von den ersten portugiesischen Siedlern, sind noch häufig zu finden. Auch die Hauswände sind mit weißer Farbe gestrichen, die an heißen Tagen für ein kühleres Inneres sorgen. Das Besondere an diesen kleinen Häuschen ist, dass die Fenster- und Türrahmen bunt bemalt sind. Jede Ortschaft trägt seine eigene Farbe: in Vila do Porto sind sie rotbraun, in Santa Esprito grün, in Almagreira rot und blaue Rahmen sind in dem Ort Santa Barbara zu finden. Santa Maria ist bekannt für die Herstellung von Töpferwaren in allen Formen und Farben. Auch hübsches Kunsthandwerk kann überall erworben und als nettes Souvenir mit nach Hause gebracht werden.

Auf Santa Maria bekommen Besucher die meisten Sonnenstrahlen und wenigsten Regentropfen der Azoren ab. Weiße Sandstrände und romantische Badebuchten, umgeben von spektakulären Klippen, laden zum Entspannen ein. Das saubere und klare Wasser eignet sich hervorragend zum stundenlangen Schwimmen, Schnorcheln, Surfen und Tauchen. In den Sommermonaten, besonders im August verdoppelt sich die Anzahl der Menschen auf Santa Maria. Grund dafür ist das internationale Musikfestival, das Maré de Agosto, zu dem Künstler und Musiker aus aller Welt anreisen. Für einige Tage herrscht ein Ausnahmezustand. Wer gerade dabei ist seine Reise nach Santa Maria zu planen, sollte dieses fröhliche Fest mit einfließen lassen. Es ist eine tolle Möglichkeit Einheimische und deren (Feier-) Kultur kennenzulernen.

Santa Maria ist als einzige der neun Azoreninseln nicht vulkanischen Ursprungs. Dennoch sind ihre Berge, Täler und Klippen recht imposant. Saftig grüne Hügel mit Kuhweiden, Weinbergen, Bananenplantagen und Wälder verleihen der Insel ein liebliches Aussehen. Einen weiteren Farbtupfer stellt der Barreiro de Faneca dar; ein Landstrich, der wegen seines Bodens als rote Wüste bezeichnet wird und sehr an Australien erinnert. Dieser ist nur spärlich mit Büschen und Bäumen bewachsen. Das Einzige was weit und breit nicht zu sehen ist, sind Kängurus.

Vila do Porto, die "Hauptstadt" Santa Marias, bestehend aus nur einigen Häusern und Shops, ist der kleine, idyllische Ort Vila do Porto und liegt im Südwesten der Insel. Das Städtchen bietet einige Sehenswürdigkeiten: das Rathaus ist in einem 400 Jahre alten Kloster untergebracht und die Pfarrkirche stammt aus dem 15. Jahrhundert. Das Leben spielt sich links und rechts der Hauptstraße ab, die vom Hafen bis ins Hinterland hinauf führt. An ihr sind Kirchen, Cafés, Restaurants, alte Gutshäuser und fast alle Geschäfte, wie an einer Perlenschnur aneinander gereiht. Im Hafen von Santa Maria liegen die Tauchboote, die die Tauchplätze rund um die Insel anfahren.

Die Azoren und Santa Maria sind als Wanderziel noch recht unbekannt. Die Regionalregierung und örtliche Tourismusverbände sahen das Potenzial in der azorischen Wildnis und haben mehrere Hundert Wanderwege ausfindig gemacht, befestigt und beschildert. Die Wege sind sehr vielfältig und führen über bunte Wiesen, Wälder und durch Täler, vorbei an idyllischen Flüssen und Schluchten, meistens mit grandiosen Ausblicken auf den mächtigen Atlantischen Ozean. Broschüren mit Wegbeschreibungen und Informationen wie Höhenangaben der Wege, Dauer, Länge und Schwierigkeitsgrad sind in Hotels und Touristeninformationen kostenlos mitzunehmen. Neben Kartenmaterial stehen auch GPS-Daten zur Verfügung. Zum guten Wanderequipment gehört weiterhin ein ordentlicher Rucksack der mit köstlichem Proviant, wie leckerem Brot, Käse und Wurst von lokalen Bauern und einem erfrischenden Bier einer einheimischen Brauerei gefüllt ist. Überall gibt es beschauliche Plätzchen mit grandiosen Ausblicken, die geradezu zum Picknicken auffordern.

Auch das Canyoning wird auf Santa Maria großgeschrieben. Was bedeutet das? Wie der Name möglicherweise vermuten lässt, hat Canyoning nichts mit Kanu fahren oder dergleichen zu tun. Es handelt sich dabei um das Begehen einer Schlucht. Dies kann auf den verschiedensten Wegen passieren: entweder man klettert sie herunter, seilt sich ab, schwimmt, springt oder rutscht; Adrenalin und Spaß pur! Die letzten Winter- und ersten Frühjahrsmonate eignen sich perfekt, um eine oder mehrere der fünf unterschiedlich schwierigen Strecken auszuprobieren. Santa Maria ist auch ein Eldorado für Pferdefreunde. Pferde haben auf der Insel eine lange Tradition. Daher gibt es einige Gestüte, die Reitstunden und Ausflüge durch die herrliche Landschaft anbieten.

Von Santa Maria aus hat man die kürzeste Bootsfahrt zu den besten Tauchspots der Azoren - die Unterwasserberge von Ambrosia, Dollabarat und Formigas. Ambrosia ist nur ca. 30 Minuten von der Insel entfernt. Teilweise bis zu 60 Mantas wurden hier in den letzten Jahren gleichzeitig gesichtet. Die Unterwasserberge von Dollabarat und den Formigas sind in ca. 90 Minuten Bootsfahrt erreicht. Schon die Fahrt ist äußerst aufregend, da regelmäßig Stopps eingelegt werden, um Wale oder Delfine an der Wasseroberfläche zu bewundern. Sichtweiten von 30 bis 40 Metern sind auf den Azoren keine Seltenheit und die Vielfalt der Unterwasserwelt ist einzigartig. Bei Tauchgängen in dem tiefblauen Atlantik sind Begegnungen mit Blauen Marlinen, Zackenbarschen und Meeresschildkröten keine Seltenheit. Die Krönung sind wahrscheinlich die Mondfische. Auch Nachttauchgänge sind ein absolutes Muss: leuchtendes Plankton und strahlende Seeanemonen versetzen die Dunkelheit in eine leuchtend schimmernde Welt.

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